Großvaterparadoxon

Es ist Montag, es ist regnerisch und es durch Zufall sind wir auf das gestoßen:

Das Großvater-Paradoxon – eigentlich Großmutter-Paradoxon, ist das am häufigsten verwendete Beispiel, um Probleme mit der Kausalität bei Zeitreisen zu illustrieren.

Es handelt sich dabei um folgendes Szenario: Jemand, der über die Möglichkeit der Zeitreise verfügt, reist zurück in die Vergangenheit vor der Zeugung seines Vaters und bringt dort seinen Großvater um. Das Paradoxon in dieser Situation entsteht durch die Tatsache, dass der Zeitreisende ohne die Existenz seines Vaters, der nun wegen des Todes des Großvaters nicht geboren wird, selbst nicht geboren werden kann und folglich auch nicht hätte in der Zeit zurückreisen können, um seinen eigenen Großvater zu töten.

Das Großvaterparadoxon dient meist der Verdeutlichung des Kausalitätsprinzips und der damit begründeten Unmöglichkeit von Reisen in die Vergangenheit. In der Vergangenheit gibt es keine Ursache für das Erscheinen des Zeitreisenden. Betrachtet man das Zielsystem (z. B. das Universum) als abgeschlossenes System, so wäre das Erscheinen des Zeitreisenden in der Vergangenheit insbesondere auch ein Verstoß gegen den Energieerhaltungssatz, bzw. die ersten beiden Hauptsätze der Thermodynamik.

Wenn man jedoch im Rahmen eines Gedankenexperimentes davon ausgehen möchte, dass ein Mensch aufgrund einer Zeitreise “auftauchen” kann, ohne bis dato geboren zu sein, dann kann man allerdings auch zu dem Ergebnis kommen, dass das Großvaterparadoxon gar keines ist. Denn der Zeitreisende würde keinen Vater und keinen Großvater benötigen, da er in seiner neuen Zeit nicht aus dem Mutterleib, sondern “fertig” aus der Zeitmaschine kam. Er wäre also auf biologische Vorfahren nicht angewiesen. Daher könnte er auch ohne weitere Folgen seine “Vorfahren” töten.

Entweder sind biologische Vorfahren für die Existenz eines Menschen erforderlich oder sie sind nicht erforderlich. Das Großvaterparadoxon geht jedoch einerseits davon aus, dass sie erforderlich sind, lässt aber gleichzeitig die Entstehung eines Menschen vor seiner Zeugung und somit ohne biologische Vorfahren inkonsequenterweise zu. Durch diesen Mangel an innerer Logik entsteht das Paradoxon.

Alles verstanden? Nein, auch gut – wir dachten es wäre wichtig… Gefunden bei Wikipedia.de

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